Edv-tage 2026
Haus der Bayerischen Geschichte | Bavariathek
in Regensburg
»Museen und Archive in Krisenzeiten. Kulturgut bewahren – Daten sichern«
16.–18. September 2026
Ob Klimawandel, Cyberangriffe oder bewaffnete Konflikte – globale Krisenerscheinungen setzen Museen und Archive zunehmend unter Handlungsdruck. Im Zeitalter der digitalen Transformation geht es dabei nicht mehr nur allein um den Schutz des materiellen Kulturguts. Gefährdet sind ebenso digitale Repräsentationen sowie genuin digitale Unterlagen (born digitals) und digitale Metainformationen. Insofern müssen Daten-Souveränität, Notfallplanung, Risikoabschätzung und präventives Krisenmanagement als zentrale Aufgaben Kulturgut bewahrender Einrichtungen neu gedacht werden.
Die EDV-Tage greifen diese Herausforderungen mit einem fachlichen Fokus auf Dokumentation, Datenmanagement, IT-Betrieb, digitale Zugänglichmachung und institutionelle Resilienz auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Krisen- und Notfallplanung vor dem Hintergrund neuer und teils diffuser Gefährdungslagen konkret umsetzen lässt – insbesondere unter der Prämisse, dass im Ernstfall vielleicht nicht alles bewahrt werden kann. Beiträge, unter anderem aus den Bereichen Risikoanalyse und Versicherungswesen, erweitern die Perspektive.
Ziel der Tagung ist es, praxisnahe Wege aufzuzeigen, wie Museen und Archive auch unter unsicheren Bedingungen handlungsfähig bleiben und ihr (digitales) Kulturerbe nachhaltig sichern können.
Die EDV-Tage werden am Donnerstag und Freitag live gestreamt.
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Änderungen im Programm vorbehalten.
Mittwoch, 16.9.2026
Workshops
14-17 Uhr
Museum: Digitalisierungsprojekte – Datensicherung (mit)planen
Mona Dietrich, Digitalverbund Bayern
Archiv: (Arbeitstitel) Crashkurs IT-Sicherheit: Wie betreibe und schütze ich mein Digitales Archiv?
N.N.
18.00 Uhr Abendessen – Brauereigaststätte Kneitinger
19.00 Uhr Round-Table-Gespräch – Brauereigaststätte Kneitinger
Donnerstag, 17.9.2026
9.30 Uhr Begrüßung
IMPULS
9.45 Uhr
Daten und Bestände – gesichert für und in Krisenzeiten?
Dr. Dirk Blübaum, ehem. Leiter der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
KRISE - VORBEREITUNG FÜR DEN NOTFALL
10.30 Uhr
Risiken erkennen, Kulturgut schützen: Neue Bedrohungsszenarien und Schutzkonzepte für Museen und Archive
Stefan Satzger, Versicherungskammer Bayern, München
11.00 Uhr Kaffeepause
11.30 Uhr
»Alles retten geht nicht …« – Minimaler Notfallplan. Ein Leitfaden für Museen
Regina Klee M.A., Dipl. Rest./ Susanne Opfermann M.A., Landesstelle für Museen Baden-Württemberg
12.00 Uhr
SiLK-Tool – Idee, Funktionen und Anwendung
Almut Siegel, SiLK
12.00 Uhr Mittagspause – Brezeria Regensburg
DIGITALISIERUNG ALS SICHERUNGSSTRATEGIE
14.00 Uhr
Wer bestimmt über die Daten in der Datenbank? – Datensouveränität und Krisensicherheit
Angela Kipp Dipl. Museol. (FH), Sammlungspezialistin
14.30 Uhr
Die Bundessicherungsverfilmung als zentrales Instrument des Kulturgutschutzes
Dr. Hubert Seliger, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
15.00 Uhr
Kartieren gegen das Vergessen: Das Palmyra GIS und der Schutz kulturellen Erbes im Krieg
Wassim Alrez M.A., Deutsches Archäologisches Institut, Orientabteilung – Außenstelle Damaskus, Berlin
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr
Besitznachweis – welche Datenfelder sind hier relevant?
Dr. Christoph Klose, TWG Besitznachweis (NFDI4Objects)/ Münzkabinett (SMB-SPK)
FÜHRUNGEN
17.00 Uhr
Museum mit Führung durch die Dauerausstellung
Führung durch die historische Altstadt Regensburg
18.30 Uhr Abendessen – Bischofshof am Dom
19.30 Uhr Bayerns Nationalkartenspiel: Historische und praktische Einführung in den Schafkopf – Bischofshof am Dom
Freitag, 18.9.2026
DATENVERLUST & IT-SICHERHEIT
9.30 Uhr
Institutionelle Resilienz für Kulturerbe im digitalen Raum
Dr. Katja Sternitzke, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz | NFDI4Culture, Berlin
10.00 Uhr
Die Quadratur des Kreises. Sichere Zugänglichmachung über das Internet im Geschützten Virtuellen Lesesaal
Dr. Michael Puchta, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr
Was geht, wenn nichts mehr geht? Digitalisierung am Museum für Naturkunde nach einer Cyberattacke
Dr. Frederik Berger, Naturkundemuseum Berlin
11.30 Uhr
Schwachstellen finden, Daten schützen. Risikoanalyse und Folgeabschätzung im Rahmen der DSGVO
Andreas Nestl, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
12.00 Uhr Verabschiedung