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Karl-Ernst Lupprian: Das Projekt MOnasteriuM.net (MOM)

Ziel des Projekts ist ein möglichst vollständiges virtuelles Archiv mitteleuropäischer Klöster und Bistümer, das von der Öffentlichkeit kostenfrei genutzt werden kann. Die Quellen werden als Farbbilder in einer am Bildschirm lesbaren Auflösung angeboten und mit Sekundärinformationen wie Inhaltsangaben (Regesten), Transkriptionen oder auch Editionen nebst Hinweisen auf Fachliteratur ausgestattet.
Der Zugang erfolgt über ein mehrsprachiges Portal (www.monasterium.net) und führt entweder über die Auswahl eines Archivs oder über Indizes (Personen, Orte, Sachbegriffe). Das virtuelle Archiv steht jedermann zur Verfügung. Es soll insbesondere der Geschichtsforschung und der Lehre (Hoschulen, Schulen) dienen.

Das Projekt begann im Jahre 2002 unter Federführung des Institus zur Erschließung und Erforschung kirchlicher Quellen (IEEkQ), das am Diözesanarchiv St. Pölten (Niederösterreich) angesiedelt ist. Zunächst wurden die Urkunden der niederösterreichischen Stifte und Klöster digitalisiert. Finanziert wurde dieses Teilprojekt (2005 abgeschlossen) durch das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das Land Niederösterreich, die dortigen Stifte und Klöster und die Stadt Wien. Im Anschluss daran konnten EU-Mittel für die Digitalisierung von Archivalien der Erzabtei von Pannonhalma, der Erzdiözese Veszprém, des Stiftes Brevnov und des Diözesanarchivs Passau eingeworben werden. Dieses Teilprojekt lief von 2004-2005. Seit 2005 laufen Digitalisierungsarbeiten am Archiv der Republik Slowenien, am Stadtarchiv Celje, des weiteren werden Urkunden des Hochstifts und Domkapitels Salzburg und der oberösterreichischen Stifte und Klöster erfasst.

Bislang wurden die gewonnen Daten am IEEkQ zusammengeführt, dort bearbeitet und in eine Datenbank eingespeist, auf die über das Webportal zugegriffen wird. Diese zentrale Arbeitsweise soll künftig dahingehend dezentralisiert werden, dass die an MOM teilnehmenden Archive ihre Digitalisate selbst erfassen, beschreiben und auf eigenen Servern vorhalten. Hierfür wird ein Werkzeug namens EditMOM zur Verfügung gestellt. Richtlinien sorgen für eine einheitliche Bearbeitung der Indizes.
Die Qualität der Erschließung bestimmt in hohem Maß die Nutzbarkeit der Quellen. Personelle und finanzielle Nöte verhindern jedoch einen einheitlichen Erschließungsgrad. Wollte man dies erreichen, dann käme das Projekt wohl kaum voran. Es ist besser, viele Quellen mit mäßigem Erschließungsstand rasch zur Verfügung zu stellen als jahre- oder jahrzehntelang auf die hochqualitative Edition zu warten. Außerdem lässt sich eine digital vorliegende Erschließung jederzeit verbessern. So trifft man im Portal auf Urkunden, die nur mit Kurzregesten erschlossen sind, aber auch auf solche mit Volltext und wissenschaftlichem Anmerkungsapparat. Vorhandene gedruckte Regestenwerke oder Urkundenbücher lassen sich ohne weiteres einbinden, sofern die Verwertungsrechte verfügbar sind.

Anfang Juni 2006 haben sich die Teilnehmer von MOM auf ein Memorandum geeinigt und ein Konsortium gegründet, das sich als lose Arbeitsgemeinschaft versteht. Laut Memorandum ist MOM nicht mehr auf Archive beschränkt, sondern steht auch anderen Kulturerbeeinrichtungen offen. Die Teilnehmer bringen Quellen in dem von ihnen vertretbaren Umfang ein und wahren dabei ihre Urheber- und Verwertungsrechte am bereitgestellten Bild- und Textmaterial. Ein Ausstieg aus MOM ist jederzeit möglich. Die Koordination liegt vorerst weiter beim IEEkQ; dieses bietet zentrale Dienstleistungen an, von denen besonders das 'Scanmobil' zu nennen ist - eine transportable Digitalisierungsstation mit einer fachkundigen Bedienperson. So müssen die Quellen ihr sicheres Haus nicht verlassen.

Das Webportal monasterium.net bietet neben den Quellen eine Menge weiterer Arbeitshilfen: So werden Links zu Wörterbüchern, Nachschlagewerken, Glossaren und anderen Quellensammlungen angeboten.

Für die Geschichtsforschung Zentraleuropas stellt MOM ein vielversprechendes und bereits jetzt Früchte tragendes Projekt dar. Es wäre zu wünschen, dass sich weitere das kulturelle Erbe bewahrende Institutionen für eine Teilnahme entscheiden.

Kommerzielles Hosting mit streamingfähigem Server:

Einige Unternehmen (aber von allen Web-Hostern nur ein kleiner Teil) bieten auch das Hosting von Videos auf Streaming-Servern an. Beispielsweise sei das Angebot der Firma StreamingKit (Stand 14. August 2006). Dabei fällt auf, dass die hier geforderten Preise die Möglichkeiten der meiste Museen übersteigen dürften, da sich praktisch alle Anbieter in dieser Preisregion bewegen. Auf den Meisten Webseiten reloevanter Anbieter werden überhaupt keine Preise genannt.

Kostenloses Hosting mit bei YouTube und video.google:

Mehrere UnternehmenDiese Plattformen bieten unter gewissen Bedingungen (nicht-kommerziell, an Videos kostenlos zu hosten. Der Nachteil ist, dass die Videos nur in vorgegebener Auflösung, vorgegebener Qualität und in einem vorgegebenen Browserfenster gezeigt werden. Ein weiteres Problem sind die rechtlichen Rahmenbedingen. Beispiele für derarige Server sind hierfür sind http://www.youtube.com/ (Bild, das Video läuft in der Ecke rechts unten ..) und http://video.google.com/

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Letzte Ergänzung der Webseite: 04.09.10

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